Treffpunkte gibt es kaum. Um zu erfahren, ob sich etwas von dem, was in Hofheim Nord derzeit gemacht wird, auf Marxheim übertragen ließe, stellte Reiter-Mollenhauer im Ortsbeirat eine entsprechende Anfrage. Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) hatte zur Beantwortung gleich zwei Expertinnen mitgebracht. Susanne Groll, im Rathaus zuständig für das Projekt "Soziale Stadt" und Christine Seibert, Bereichsleiterin beim Caritasverband, konnten viel Positives berichten.
Modellcharakter
Groll machte deutlich, dass es sich bei der "Sozialen Stadt" um ein Städtebauförderprogramm handle, das von sozialen Projekten begleitet werde. Weil diese häufig Modellcharakter hätten, bringe das für die Stadt zugleich den Vorteil, "gucken zu können, ob diese auch für andere Stadtteile geeignet" sein könnten.
Christine Seibert zog für den Caritasverband als Träger eine zufriedene Zwischenbilanz für das auf drei Jahre angelegte Projekt "Familie Nord". In 100 Veranstaltungen habe man 1400 Menschen erreicht. Und mehr noch: Die Mitglieder der "Familie Nord", die sich ehrenamtlich als Ansprechpartner für die Bewohner in dem Quartier zur Verfügung gestellt haben, seien sicher, dass sich durch ihr Wirken "atmosphärisch viel verändert" habe. Das gelinge, weil man durch niedrigschwellige Aktionen wie einen Mittagstisch, einen Flohmarkt, ein Grillfest oder eine Lesung Menschen miteinander in Berührung bringe, die bislang nur nebeneinander her gelebt hätten, erläuterte Seibert. Die "Familie Nord" tue viel, "was einfach Bewegung schafft".




